GET-Elektromagnete-Magnetisierung

[EAM/EMT]

Die Magnetisierungskennlinie

In ihr wird der Zusammenhang zwischen Induktion und Feldstärke grafisch dargestellt. Deutlich wird in ihr die Sättigung eines Magnetkerns sichtbar.

Das bedeutet: die Zunahme des Magnetismus (der Feldliniendichte) bei ständiger Zunahme des Spulenstromes wird plötzlich kleiner, die Kennlinie verliert an Steigung. Will heißen: Irgendwann lässt sich ein ferromagnetischer Werkstoff nicht mehr weiter Magnetisieren. Er ist jetzt "gesättigt".

Die Abbildung zeigt die Magnetisierungskennlinie verschiedener ferromagneticher Stoffe:

MKL

Restmagnetismus oder Remanenz

Wird ein Elektromagnet ausgeschaltet, bleibt ein Teil des Magnetismus im Kern zurück. Diesen Restmagnetismus nennen wir die Remanenz.

Die Magnetisierungskurve bekommt zwei Verläufe:

  1. ... Verlauf beim Einschalten (= Neukurve oder Magnetisierungskennlinie, siehe oben)
  2. ... Verlauf beim Ausschalten (Sie fällt weniger ab, und so bleibt eine Remanenz zurück)

Hysterese beim Magnetisieren

Hysterese beim Entmagnetisieren

Entmagnetisierung oder Koerzitivkraft

Um die Remanenz zu "zerstören", muss die Spule umgepolt werden (negative Stromrichtung). Die Remanenz BR kann durch die Koerzitivfeldstärke HK aufgehoben werden.

Hysterese beim Entmagnetisieren durch Gegenstrom

Hysterese beim Entmagnetisieren durch Gegenstrom

Die folgende Kennlinie zeigt Werte für die Koerzitivkraft und Remanenz einiger spezieller Werkstoffe für Dauermagnete:

MKL von Dauermagneten

Zahlenspiel