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Fragen
Ohmsche Widerstände werden warm, wenn Strom über sie fließt. Sie erzeugen keine Phasenverschiebung.
| Ohmsche Verbraucher beziehen Wirkleistung zur Wärmeerzeugung. |
Strom- und Spannungszeiger liegen in Phase.

Der Ohm'sche Widerstand ist bekannt. Es gilt nach wie vor: \( R = \frac { \rho \cdot l}{A} = \frac { l}{\gamma \cdot A}\)
Er wird mit dem Ohm'schen Gesetz in bekannter Weise berechnet: \( U_R = I \cdot R \)
Bei der Berechnung werden üblicherweise die Effektivwerte eingesetzt. Die Zeiger werden maßstäblich dargestellt.
Induktive Verbraucher sind Spulen. Wenn Strom fließt, wird in ihnen ein magnetisches Feld erzeugt.
| Induktive Verbraucher beziehen induktive Blindleistung zur Erzeugung eines Magnetfeldes. |
Zwischen Strom und Spannung herrscht 90° Phasenverschiebung. Der Strom eilt der Spannung um 90° elektrisch nach.

Merke: Iduktivität → Strom zu spät |
Spulen werden daher als

Für die Berechnung von
Es gilt: \( X_L = \omega \cdot L \)
Der Zusammenhang zwischen
\( U_L = I \cdot X_L \)
Kapazitive Verbraucher sind Kondensatoren. Wenn (Lade-)Strom fließt, wird in ihnen ein elektrisches Feld erzeugt.
| Kapazitive Verbraucher beziehen kapazitive Blindleistung zur Erzeugung eines Elektrischen Feldes. |
Zwischen Strom und Spannung herrscht 90° Phasenverschiebung. Der Strom eilt der Spannung um 90° elektrisch vor.

Merke: Kondensator → Strom eilt vor |
Kondensatoren werden daher als

Für die Berechnung von benötigt man ebenfalls
die Kreisfrequenz
Es gilt: \( X_C = \frac {1}{\omega \cdot C} \)
Der Zusammenhang zwischen
\( U_C = I \cdot X_C \)
Bei den Elektrischen-Maschinen ist dieses die bedeutendste Belastungsart. Wicklungen sind

Hier gilt das Zweite Kirchoff'sche Gesetz für Wechseltrom: \( \vec {U}_{ges} = \vec {U}_R + \vec {U}_L \). Die \(Wirkspannung\) \(U_R\) und die \(Blindspannung\) \(U_L\) ergeben zeichnerisch addiert \( \vec {U}_{ges} = \vec {U}_N \) als Gesamtspannung.

\(U_N\) wird also mit Hilfe des Pythagoräischen Lehrsatzes gerechnet, weil \( \vec {U}_R\) und \( \vec {U}_L \) die Katheten eines rechtwinkligen Dreiecks mit der \(Hypothenuse\) \( \vec {U}_N \) sind.
Es gilt: \(U_N = \sqrt {{U_R}^2 + {U_L}^2} \) ( = geometrische Summe)
Aus der Zeichnung ist zu sehen, dass der Strom kein Wirk- oder Blindstrom ist. Seine Phasenverschiebung gegenüber der Netzspannung ist zwischen 90° und 0°elektrisch. Dafür verantwortlich ist das Seitenverhältnis der Katheten\( \frac {U_R}{U_L} = \frac {R}{L}\).
Der Strom in der Schaltung ergibt sich nach dem Ohmschen Gesetz aus der Gesamtspannung und dem Gesamtwiderstand:\( I = \frac {U_N}{Z} \).
Der Gesamtwiderstand aus einer Reihenschaltung eines Wirk- und Blindwiderstandes ist der Scheinwiderstand Z. Er ist wieder die geometrische Summe der beiden Widerstände: \(Z = \sqrt {R^2 + {X_L}^2} \)
Der Gesamtwiderstand ist die (geometrische) Summe der Einzelwiderstände.
In der Praxis stellt diese Schaltung die \(Eisenverluste\) eines \(R_{Fe}\) im Ersatzschaltbild eines Trafos bei einer großen Induktivität (der \(L_H\)) dar. Verluste werden durch einen \(Teilstrom\) \(I_R\) gedeckt, was nur bei einer Parallelschaltung möglich ist.
Merke: Bei einer Parallelschaltung teilen sich die Ströme. |

Es gilt: \( \vec {I}_{ges} = \vec {I}_R + \vec {I}_L \). Der \(Wirkstrom\) \(I_R\) und der \(Blindstrom\) \(I_L\) ergeben zeichnerisch addiert \( \vec {I}_{ges} \) als Gesamtstrom.

Die Teilströme können mit dem Ohmschen Gesetz über die Leitwerte gerechnet werden.
Auch hier ist der Strom kein reiner Wirk- oder Blindstrom mehr sondern ein Scheinstrom. Dafür verantwortlich ist das Seitenverhältnis der Katheten \( \frac {I_R}{I_L} = \frac {G}{B_L}\). im Stromdreieck.
Für \( \vec {I}_{ges} \) gilt das Erste Kirchoffsche Gesetz bei Wechseltrom.
Der
\(I_{ges} = \sqrt {{I_R}^2 + {I_L}^2} \) ( = die geometrische Summe der Teilströme)
Die Bestimmung des Gesamtwiderstandes geht nur über die Summe der Leitwerte, also ihrer geometrischen Addition. \(I_{ges} = \sqrt {{I_R}^2 + {I_L}^2}\) also \( \vec {B_{ges} \cdot U_N} = \vec {G \cdot U_N} + \vec {B_L \cdot U_N}\) oder durch kürzen von \( U_N \): \( \vec {B_{ges}} = \vec {G} + \vec {B_L} \)
\(B_{ges} = \sqrt {{G}^2 + {B_L}^2} \) ( = die geometrische Summe der Teilleitwerte)

Hier gilt ebefalls das Zweite Kirchoff'sche Gesetz für Wechseltrom: \( \vec {U}_{ges} = \vec {U}_R + \vec {U}_C \). Die \(Wirkspannung\) \(U_R\) und die \(Blindspannung\) \(U_C\) ergeben zeichnerisch addiert \( \vec {U}_{ges} = \vec {U}_N \) als Gesamtspannung.

\(U_N\) wird also mit Hilfe des Pythagoräischen Lehrsatzes gerechnet, weil \( \vec {U}_R\) und \( \vec {U}_C \) die Katheten eines rechtwinkligen Dreiecks mit der \(Hypothenuse\) \( \vec {U}_N \) sind.
Es gilt: \(U_N = \sqrt {{U_R}^2 + {U_C}^2} \) ( = geometrische Summe)
Aus der Zeichnung ist zu sehen, dass der Strom kein reiner Wirk- oder Blindstrom ist. Seine Phasenverschiebung gegenüber der Netzspannung ist zwischen 90° und 0°elektrisch. Dafür verantwortlich ist das Seitenverhältnis der Katheten\( \frac {U_R}{U_C} = \frac {R}{X_C}\).
Der Strom in der Schaltung ergibt sich nach dem Ohmschen Gesetz aus der Gesamtspannung und dem Gesamtwiderstand:\( I = \frac {U_N}{Z} \).
Der Gesamtwiderstand aus einer Reihenschaltung eines Wirk- und Blindwiderstandes ist der \(Scheinwiderstand\) \(Z\). Er ist wieder die geometrische Summe der beiden Widerstände: \(Z = \sqrt {R^2 + {X_C}^2} \)
Der Gesamtwiderstand ist die (geometrische) Summe der Einzelwiderstände.
Auch in diesem letzten betrachteten Fall gilt das Erste Kirchoffsche Gesetz für Wechselstrom. Die \(Wirkspannung\) \(U_R\) und die \(Blindspannungen\) \(U_L\) und \(U_C\) ergeben zeichnerisch addiert die Netzspannung.
Aufgrund der Phasenlage müssen die Vorzeichen der \(Blindspannungen\) beachtet werden. \(U_L\) und \(U_C\) wirken exakt gegeneinander, weshalb es immer \(- U_C\) heißen muss. Es bleibt die resultierende Blindspannung:
\(U_{LC} = U_L - U_C \)
Damit wird auch die geometrische Summe, oder der "Pythagoras" etwas lesbarer:
\(U_N = \sqrt {{U_R}^2 + {U_{LC}}^2} \)
Induktive und Kapazitive Blindwerte besitzen unterschiedliche Vorzeichen. Sie können algebraisch subtrahiert werden.