Themen in
Fachkunde |
Elektrotechnik |
Fachzeichnen |
Laborübungen
Fragen
Der Wirk- und Blindleistungsbedarf des Wechselstromverbrauchers führt zu einer erhöhten Strombelastung des Netzes.
|
XL alleine kommt praktisch nicht vor RL = immer in Reihe geschaltet als "Verlustwiderstand" der Spule mit der Wärme- (Wirk-) Leistung \( I^2 \times R_L \) |
"Ersatzschaltbild" einer Spule:
|
Damit fließt immer induktiver Blindstrom: |
Der Strom errechnet sich aus der Scheinleistung des Verbrauchers: \( I = \frac{S}{U} \)
Gerechnet kann auch
Der Kompensationskondensator ist parallel zur Induktiven Last geschalten. Das bringt spezielle Probleme mit sich, auf die später kurz eingegangen wird. Hier wird zunächst die Arbeitsweise behandelt.
|
Der Leistungsfaktor cos φ als Verhältnis der Wirk- zur Scheinleistung \( cos\varphi = \frac{P}{S} \) kann durch Zuschaltung von Kondensatoren verbessert werden. |
"Ersatzschaltbild" einer kompensierten Spule:
Was passiert in der Zuleitung? |
1. K.G. |
Durch Zuschalten einer Kompensationsanlage wird die Aufnahme der Blindleistung aus dem Netz reduziert, indem die Kompensationsanlage die benötigte Blindleistung liefert.
Im optimalen Fall ist der Leistungsfaktor cos φ =1, d. h. die Schaltung nimmt nur noch Wirkleistung aus dem Netz auf, d.h.: \( Q_C = Q_L \)
Der für die vollständige Kompensation erforderliche Kondensator bei Parallelschaltung errechnet sich aus der gemeinsamen Spannung mit \( Q_C = \frac{U^2}{X_C} = U^2 \cdot \omega \cdot C \) woraus umgeformt werden kann:
\( C = \frac{Q_C}{2 \cdot \pi \cdot f \cdot U^2} \)
In der Praxis kann ein cos φ = 1 nicht erreicht werden, weshalb wenigstens eine Verbesserung des Leistungsfaktors angestrebt werden muss.
Die Blindleistung kann mit der Winkelfunktion \( tangens\varphi = \frac{Gegenkathete}{Ankathete} \) also \( tan\varphi = \frac{Q}{P} \)
durch umformen dieser Formel in die Form\(Q = P \cdot tan\varphi \)
aus der Wirkleistung berechnet werden.
Dabei muss nur beobachtet werden, daß die Kondensatorblindleistung QC nichts anderes ist, als die Differenz der Blindleistungen vor der Kompensation Q1 und nach der Kompensation Q2 .
Es gilt:
\(Q_C = P \cdot (tan\varphi_1 - tan\varphi_2) \)
Der Kompensationskondensator ist in Reihe zur Induktiven Last geschalten. Diese Schaltung hat aber ein praktisches Problem: bei der Reihenschaltung werden die Widerstände und damit die Spannungsabfälle summiert. Blindwiderstände heben sich auf und der was passiert, wenn Widerstände kleiner werden, wissen wir spätestens seit der ersten Klasse, oder aus der "Kurzschluss-Praxis".
|
Der Leistungsfaktor cos φ als Verhältnis der Wirk- zur Scheinleistung \( cos\varphi = \frac{P}{S} \) kann auch hier durch Zuschaltung von Kondensatoren verbessert werden. |
"Schaltbild:
Was passiert in der Schaltung? |
2. K.G. In der Nähe eines cosφ = 1 können die Spannungen und der Strom wirklich sehr hoch werden! |
|
Damit die Spannungen und Ströme nicht zugroß werden, wird ein praktischer Trick angewendet. Man kompensiert jede zweite Spule in einer Kette. Der Kondensator ist zu groß, damit kompensiert er auch die unkompensierte Spule mit. |
"Schaltbild:
Was passiert in der Schaltung? |
1. K.G. So liegt der cosφ letztlich wieder in der Nähe von 1! |
|
Der Kondensator wird so gewählt, dass sein Blindwiderstand doppelt so hoch, wie der der Spule in seinem Zweig ist \( Q_C = 2 \cdot Q_L \) |
Zeigerdiagramm zusammensetzen: |